06.-08.Mai 2015: Dritte T4CBC-Sitzung in Gmünd/České Velenice (österreichisch/tschechische Grenze) abgehalten:

Kleine Sensation: 50 Kulturinitiativen aus 7 Nationen trafen sich in Gmünd und České Velenice zu einem dreitägigen Arbeitsmeeting

 

(Artikel verfügbar auf DEUTSCH / ENGLISCH / FRANZÖSISCH)

Die Arbeitsgemeinschaft der Europäischer Grenzregionen (AGEG) besteht seit dem Jahr 1971 und vertritt die die Interessen von etwa 100 Grenzregionen Europas gegenüber ihren Mitgliedsstaaten wie auch den europäischen Institutionen. Seit 2013 wurde die AGEG um eine Arbeitsgruppe die TASK FORCE Cross Border Cultur (T4CBC) bereichert, die in Europa in der Förderung der Kulturinitiativen der Grenzregionen aktiv ist. Hierzu werden jedes Jahr zwei Treffen der T4CBC in je einer anderen Grenzregion Europas abgehalten. Ziel ist es, die Kulturschaffenden und Kreativen in und zwischen den Grenzregionen in ihrer Fähigkeit transnational und europaweit  zusammenzuarbeiten, zu stärken und konkret Kultur- und Kreativprojekte europaweit auf den Weg zu bringen. Hierzu, werden nicht nur Vertreter der T4CBC der AGEG und anderer Euregionen sondern auch Vertreter europaweiter Kulturorganisationen eingeladen. So nehmen Vertreter europäischer Organisationen wie Les Rencontres, SMart.eu , die Kulturrouten des Europarates, Cross Border Network History and Art, Audiences Europe Network … sowie von Kulturhauptstädten und -Kandidaten regelmässig an diesen Treffen teil.

Auf Initiative von Thomas Samhaber (Kulturverein ÜBERGÄNGE- PŘECHODY – CZ/AT) haben die beiden Stadtgemeinden Gmünd und České Velenice in Kooperation mit der Euregio SILVA NORTICA,  dem Informationszentrum České Velenice, der Kulturvernetzung NÖ, der Kulturabteilung des Kreises Südböhmen, der Kulturabteilung der Niederösterreichischen Landesregierung, dem Kommunikationszentrum „fenix“, der NÖ Sprachoffensive, der Europaregion DONAU-MOLDAU und weiteren Partnern dieses Treffen erstmals in Österreich durchgeführt. Der Leiter der T4CBC Rudolf Godesar aus Belgien begrüßte die Einladung und konnte sich über ein hochspannendes und produktives Arbeitstreffen freuen.

Foto © ILD Gäste aus dem In- und Ausland bei der „Doppelstadtführung“ geleitet von Bernhard Schneider. Gruppe vor dem Flüchtlingsfriedhof in Gmünd.

Rund 50 Personen von Kulturinitiativen aus Portugal, den Niederlanden, Frankreich, Italien, Belgien, Tschechien und Österreich nutzten die einmalige Gelegenheit sich über ihre Aktivitäten auszutauschen und gemeinsame Aktivitäten für die Zukunft zu planen.

Der Start erfolgte am 6. Mai mit einer „Doppelstadtführung“ und der anschließenden Eröffnung und Einleitung ins Programm im Palmenhaus Gmünd und mit Musik dem Jazztrio MaHaWa aus Oberösterreich. Der darauf folgenden Tag fand im neuen Kommunikationszentrum „fenix“ statt, das sich als Tagungsort bestens bewährte. Es begrüßte Stv. Kreishauptmann und Kreisrat Bürgermeister Jaromir Sliva für die Stadt Česke Velenice und die EUREGIO Silva Nortica, die Gmünder Bürgermeisterin Helga Rosenmayer und Patrik Červak als Leiter der Kulturabteilung Südböhmen sowie EUREGIO Vorstand und Direktor des südböhmischen Museums Frantisek Štangl.

In den nicht weniger als 23 Referaten und Projektpräsentationen reichte der Bogen von den Europäischen Kulturhauptstädten, dem Thema Crowd Funding, Rahmenbedingungen für KünstlerInnenmobilität, bis zu grenzüberschreitenden Kulturaktivitäten und Museeumskooperationen. Nach dem intensiven Tag folgte eine Exkursion nach Žumberk, wo das mittelalterliche Dorf und die Ausstellung „ryby a lide“ (Fische und Menschen) besucht wurden. Am Abschlusstag standen im Sitzungssaal des Rathauses Gmünd weitere Präsentationen auf dem Programm, war Zeit für Diskussionen und konnten die Ergebnisse der Tagung zusammengefasst werden.

Foto © Stadtgemeinde Gmünd Winkler: Alexandre de Resende (Serra Hendriques Fondation, Portugal), Gmünds Kulturstadträtin Beatrix Vischer-Simon, Rudolf Godesar (Leiter des Netzwerkes Europäischer Grenzregionen TASK FORCE Cross Border Cultur aus Belgien), Thomas Samhaber (Initiator der Veranstaltung) und Brigitte Temper-Samhaber (ILD Agentur für Regionalentwicklung), Hermína Mocova (Kreisamt Südböhmen) und Helene Mader (NÖ Regional, Europaregion Donau Moldau).

Neue Kooperationsmöglichkeiten ergaben sich dabei vor allem im Bereich der Museen, dem Austausch von SolistInnen von Orchestern, dem Know how Transfer beim Aufbau von grenzüberschreitenden Radio und TV Projekten und eine Unterstützung beim Überwinden der rechtlichen und finanziellen Schwierigkeiten bei Auftritten von KünstlerInnen aus dem Ausland, gemeinsame Projektentwicklung zum Thema Textilindustrie und Creativ Industries, der Förderung von Jugendkultur und Erfahrungsaustausch im Bereich Crowdfunding. Konkrete Projekte ergaben sich auch in der Einbeziehung von ArchitekturstudentInnen in grenzüberschreitende Planungen.

Am Meeting nahmen unter anderem die internationalen VertreterInnen der beiden diesjährigen Kulturhauptstädte Europas 2015 Pilsen (CZ) und Mons (BE), sowie die Organisation SMART.eu mit ihren Border Information Services, die EUREGIO Spree-Neiße-Bober, die Euroregion Elbe-Label, das internationale Kulturnetzwerk „Les Rencontres“, das Netzwerk der Museen zeitgenössischer Kunst der Euregio Maas-Rhein „Very Contemporary“, die südböhmische Philharmonie, das Südböhmische Museum Budweis, das Regionalmuseum Český  Krumlov, das Nationalmuseum für Fotografie (CZ), die Jihočesky Silva Nortica, die Mundaneum Foundation (Belgien), die Serra Hendriques Foundation (Portugal), u.v.a. teil.

Aus Österreich waren neben der Gmünder Kulturstadträtin Beatrix Simon-Vischer , VertreterInnen der Kulturvernetzung Niederösterreich (Katka Krejcova und Josef Schick), der Waldviertel Akademie (Christoph Mayer), der Europaregion Donau Moldau (Helene Mader), der Schallaburg Kulturbetriebsges.m.b.H. (Harald Pichelbauer),  der Kunstfabrik Groß-Siegharts (Günter Gross), der ILD Agentur für Regionalentwicklung (Brigitte Temper-Samhaber), dem Mühlviertler-südböhmischer Museumsverband (Hubert Roiss), dem TheaterHerbst Grenzenlos (Manuela Seidl), und dem Sprachkompetenz. Zentrum der NÖ Landesakademie (Vladislava Pekárková), Kulturverein Lepschi (Christian Pfabigan) u.a. aktive TeilnehmerInnen der Veranstaltung.

Rückfragen:

Rudolf Godesar, Koordinator T4CBC-AEBR, rudolfgodesar@euregio-mr.eu,  +32 (0)474 65 07 14         

Für die regionale Initiativgruppe:  Thomas Samhaber, sam@ild.cc, +43 (0) 664 150 53 48



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