Region Sønderjylland - Schleswig

2,4 Millionen Euro für die Kultur in Sønderjylland-Schleswig:



 

Die neue deutsch-dänische Kulturvereinbarung stärkt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Von den Kulturveranstaltungen auf beiden Seiten der Grenze profitieren vor allem die Bürger in Sønderjylland-Schleswig. Heute findet die Unterzeichnung der Kulturvereinbarung Sønderjylland-Schleswig bei einer offiziellen Zeremonie im Schifffahrtsmuseum in Flensburg statt.

Die Kulturvereinbarung  Sønderjylland-Schleswig - Kulturfokus gilt für den Zeitraum  2013 bis 2016 und ist das Nachfolge- und Erweiterungsmodell der dänischen Kulturvereinbarung ”Den sønderjyske Kulturaftale”. Partner bei der aktuellen Vereinbarung sind  in der deutsch-dänischen Grenzregion die Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg, die Stadt Flensburg, die dänischen Kommunen Tønder, Aabenraa, Haderslev, Sønderborg, die Region Syddanmark, das dänische Kulturministerium und mit Unterstützung des Ministeriums für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein. 

Ein großes grenzüberschreitendes Schiff wird zu Wasser gelassen, das die kulturelle Zusammenarbeit zwischen Kreisen, Städten, Kommunen, Regionen, Ministerien und Landesgrenzen verankert. Die Vision ist, einen grenzüberschreitenden Kulturraum zu schaffen, der durch bereichernde Unterschiede und kulturelle Vielfalt der rund 700.000 Einwohner gekennzeichnet ist.  

Die Partner gestalten durch die Kulturvereinbarung eine europäische Kulturregion, die heute Geschichte schreibt. Eine kulturelle Zusammenarbeit, die die grenzüberschreitenden Kulturaktivitäten und das Profil der deutsch-dänischen Grenzregion stärkt.   

 

Mehrwert für die Bevölkerung in Sønderjylland-Schleswig

Die Politik möchte mit einer in der Kulturvereinbarung fest gelegten finanziellen Ausstattung von jährlich rund 600.000 Euro einen Mehrwert, sowohl für Kulturakteure, als auch für Kulturnutzer schaffen. Ein Mehrwert, der zu besserem Verständnis, Respekt und zu einer gemeinsamen Identität über die deutsch-dänische Grenze hinaus beiträgt. Eine Identität, die auf unterschiedlichen Kulturen, Dialekten, Minderheiten und Mehrheiten mit mehr als 140 Nationalitäten aufbaut.

Die Bevölkerung kann sich auf Kulturangebote freuen, die interkulturelle Kompetenzen fördern und den gemeinsamen Kulturraum über die deutsch-dänische Grenze hinaus stärken und verankern. Die gemeinsame Vermarktung über die Kulturfokus-Homepage verstärkt die Sichtbarkeit und gibt den Nutzern der Kultur einen besseren Überblick über die Kulturangebote in der Grenzregion.

Der Mehrwert in der Kulturvereinbarung macht sich auch durch die Talententwicklung bei Kindern und Jugendlichen in Sønderjylland-Schleswig auf beiden Seiten der Grenze bemerkbar.    

Außerdem verspricht die Kulturvereinbarung neue und mehr kulturelle Angebote sowie eine noch bessere Qualität der Kultur an sich. Der Standortfaktor Kultur soll dazu beitragen, dass sich mehr Menschen hier niederlassen, ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen, Unternehmen gründen und ihren Urlaub in der deutsch-dänischen Grenzregion verbringen.  


Visionen

”Unsere Vision ist es, dass wir mit der Kultur im Mittelpunkt eine grenzüberschreitende Kulturregion schaffen, die durch ihre Vielfalt die kulturelle Intelligenz fördert und zu einem interkulturellem Dialog beiträgt,”  so der Vorsitzende der Kulturvereinbarung Sønderjylland-Schleswig Povl Kylling Petersen. Außerdem sehe man sich als Vorzeigemodell für internationale Kulturvereinbarungen in Europa. Vorsitzender Max Stark ergänzt: „Es ist ein einzigartiges Abkommen von historischer Bedeutung, dass Dänemark und Deutschland heute eine Kulturvereinbarung für die Grenzregion unterzeichnen und damit gemeinsam den Boden für das Kulturangebot der Zukunft ebnen.“

 

Finanzierung

Die Finanzierung teilen sich die zehn Partner: Die Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg, die Stadt Flensburg und die dänischen Kommunen Tønder, Aabenraa, Haderslev und Sønderborg aus der deutsch-dänischen Grenzregion sowie das Ministerium für Justiz, Kultur und Europa in Schleswig-Holstein, die Region Syddanmark und das dänische Kulturministerium. 

 

Organisation der Kulturvereinbarung

Die Organisation ist in drei Bereiche eingeteilt, bei der alle Partner repräsentiert sind: die politische Lenkungsgruppe, in der die Vorsitzenden der jeweiligen Kulturausschüsse sitzen, eine administrative Lenkungsgruppe mit Verwaltungsmitarbeitern der jeweiligen Kulturabteilungen und Fachräte, die sich aus Kulturakteuren zusammensetzt. Die Fachräte tragen dazu bei, zukünftige Projekte zu beurteilen und mit ihrer fachlichen Kompetenz neue und innovative Kulturprojekte zu initiieren. 

Das Sekretariat der Kulturvereinbarung hält alle Fäden in der Hand, verwaltet das Geld und ist zuständig für die Vermarktung der Kulturangebote unter dem Namen ”Kulturfokus”. Das Sekretariat ist Teil der Region Sønderjylland-Schleswig mit Sitz in Padborg. So erfüllt sich der politische Wunsch, die deutsch-dänischen Aktivitäten unter einem Dach zu bündeln und zu verwalten. 

 

FINANZIERUNG 2013 - 2016:

Aabenraa, Tønder, Haderslev und Sønderborg: 835.583 Euro / 6,2 mio. kr.

Kreis Nordfriesland und Schleswig Flensburg, Stadt Flensburg: 500.000 Euro / 3,7 mio. kr.

Region Syddanmark: 167.919 Euro / 1,25 mio. kr.

Ministerium für Justiz, Kultur und Europa in Schleswig-Holstein: 100.000 Euro / 745.000 kr.

Dänisches Kulturministerium: 800.000 Euro/ 5,95 mio. kr.  

 

ZIELE UND EINSATZBEREICHE DER GRENZÜBERSCHREITENDEN KULTURREGION :

·  Die interkulturellen Kompetenzen von Kindern, Jugendlichen und   Erwachsenen Menschen in der Kulturregion Sønderjylland-Schleswig fördern

·  Die Kulturregion Sønderjylland-Schleswig stärken und als gemeinsamen Kulturraum etablieren.

·  Talentförderung bei Kindern und Jugendlichen über kulturelle, soziale und geographische Grenzen hinweg. 

 

Weitere Informationen zu der Unterschriftszeremonie:

Susanne Gram Skjønnemann, Projektleiterin der Kulturvereinbarung Sønderjylland-Schleswig unter Tel.: +45 73 44 22 41 oder sgs@region.dk

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