Euregio Maas-Rhein

EMR-KONFERENZ GRENZÜBERSCHREITENDER ARBEITSMARKT am 06.12.2013:

EMR befasst sich mit persönlichen Dienstleistungen.

 

Am 6.12.2013 fand die erste Regionalkonferenz der Euregio Maas-Rhein in Eupen statt. Die Regionalkonferenzen werden zwei Mal jährlich, immer im Juni und im Dezember, abwechselnd in einer der fünf Partnerregionen stattfinden und im Zeichen der Umsetzung von EMR2020 stehen.

Nach der erfolgreichen Konferenz vom 28.06.2013 in Genk über die Anerkennung der Berufsqualifikationen war diese Konferenz dem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt gewidmet. Anlass war die Stellungnahme über die Position der Grenzgänger 20 Jahre nach Einführung des Binnenmarkts, die am 3.07.2013 durch den Ausschuss der Regionen verabschiedet wurde. Diese Stellungnahme wurde durch Ministerpräsidenten Lambertz der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, aktueller Vorsitzender der EMR, verfasst.

Wie in Genk konnte die Konferenz auf die Anwesenheit von ca. 100 Teilnehmern aus der ganzen EMR zählen. Auf dem Programm standen u.a. eine einleitende Präsentation von Martin Umfried, Experte des European Institute of Public Administration (EIPA) in Maastricht (NL), gefolgt durch zwei Podiumsdiskussionen mit Spezialisten aus der Euergio und außerhalb, die interaktiv mit dem Publikum geführt wurden.

Der Schwerpunkt lag auf die Formulierung konkreter Empfehlungen für die EMR über die Informationsvermittlung, die Arbeitsvermittlung, die Ausbildung und die Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen. Die Experten waren sich u.a. einig über die Notwendigkeit:

-(weiter) in persönlichen Dienstleistungen an Grenzarbeiter zu investieren,

-die Zusammenarbeit zwischen den Arbeitsvermittlungsdiensten zu verstärken,

-Projekte zur Förderung des Erlernens der Nachbarsprachen weiter zu unterstützen,

-ein (neutrales und unabhängiges) wissenschaftliches Expertisezentrum rund Grenzarbeit einzurichten.

Basierend auf diesen Empfehlungen wird in den kommenden Monaten eine euregionale Arbeitsgruppe spezifische Maßnahmen ausarbeiten, die anschließend Mitte Juni 2014 dem EMR-Vorstand zur Genehmigung vorgelegt werden. 

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