Greeting message of Karl-Heinz Lambertz, President of AEBR:

Karl-Heinz Lambertz was again elected President of the Association of European Border Regions on the occasion of the General Assembly 2010 in Dundalk.

 
AEBR President Karl-Heinz Lambertz

 

Das erste Jahr im neuen Jahrzehnt ist gleichzeitig das 40. Jubiläum der AGEG. Dies ist nicht nur ein Anlass zum Feiern sondern auch die Gelegenheit unserer Arbeit einen neuen Impuls zu verleihen. Ich zähle dabei auf die Unterstützung aller Mitglieder damit die AGEG ihre Arbeit für die Grenzregionen in Zukunft noch effizienter gestalten kann.

Das Jahr 2011 ist für die Weichenstellung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Europäischen Union sowie im Europarat ganz entscheidend.

Die diesjährige Mitgliederversammlung und Jahreskonferenz hat in Dundalk an der Irischen-Nord-Irischen Grenze stattgefunden. Es war beeindruckend, vor Ort zu erfahren, was grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den letzten 20 Jahren dort für die Annäherung der Menschen, die Regionalentwicklung und nicht zuletzt den Frieden zwischen beiden Ländern bewirkt hat.

Auch wenn das Thema der Jahreskonferenz „Territoriale Kohäsion im Szenario nach der Krise. Beitrag der grenzübergreifenden Zusammenarbeit“ lautete, ist die Krise nicht vorbei und ihre Folgen kommen teilweise erst jetzt zum Tragen.  In zahlreichen Mitgliedstaaten führt der Sparzwang zu großen Einschnitten bei den öffentlichen Dienstleitungen und Investitionstätigkeiten.

Oftmals sind Grenzregionen von diesen Entwicklungen aufgrund der hohen Pendlerbewegungen und anderer grenzbedingter Nachteile, stärker betroffen. Die Jahresversammlung hat aber auch gezeigt, dass Grenzregionen eine Vielfalt an innovativen Lösungen entwickelt haben und ihr Wachstumspotenzial durch Zusammenarbeit steigern konnten.  

Die Diskussion über die Zukunft der Europäischen Kohäsionspolitik hat bereits zu Beginn der Förderperiode 2007-2013 eingesetzt und steht seitdem im Zentrum der Arbeit der AGEG.

EU-Kommissar Hahn hat in Dundalk darauf hingewiesen, dass die Verhandlungen um das Budget für die territoriale Kohäsionspolitik nicht einfach werden. Im aktuellen wirtschaftlichen Kontext, ist es umso wichtiger dass Grenzregionen noch deutlicher zeigen, was europäische territoriale Zusammenarbeit leistet und wie wichtig sie für uns ist. Ganz besonders müssen wir deutlich machen, welchen Mehrwert erfolgreiche europäische territoriale Zusammenarbeit hat, wenn es darum geht, der Europa 2020-Strategie zum Erfolg zu verhelfen und sie mit Leben zu erfüllen.

Kommissar Hahn hat in Dundalk auch davon gesprochen, dass die AGEG ein wichtiger Partner in der Ausgestaltung der künftigen Programme ist. Die Arbeit der AGEG muss sich weiter durch qualitativ hochwertige Beiträge in der Diskussion über die Ausgestaltung von INTERREG V auszeichnen. Dazu ist sie auf die aktive Mitwirkung und die langjährige Erfahrungen ihrer Mitglieder angewiesen.

Wie geht es nun weiter?
Der Mitte November veröffentlichte 5. Kohäsionsbericht ist eine wichtige Etappe in der Ausgestaltung der Kohäsionspolitik nach 2013. Die AGEG hatte am 16. November die Gelegenheit mit der EU-Kommission in Brüssel über die Empfehlungen des Berichtes auszutauschen. Der informelle Ministerrat für Kohäsionspolitik am 22. und 23. November unter belgischem Ratsvorsitz in Lüttich, hat sicherlich ebenfalls zur Weichenstellung der künftigen Programme beigetragen. Die Vorschläge zum Finanzrahmen sind für Anfang 2011 angekündigt und die ersten Entwürfe für die Strukturfondsverordnungen sollen bis zum Sommer 2011 vorliegen.

Es gilt also wachsam zu sein und sich mit gut durchdachten Beiträgen in diese Diskussion einzubringen.

Ich danke für das Vertrauen, was mir und meinen Vorstandskollegen bei der diesjährigen Mitgliederversammlung ausgesprochen wurde und wünsche ein erfolgreiches Jahr 2011.


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