Bruxelles, le 28 janvier 2015: Réunion du Comité Consultatif de l'ARFE:



 
Source: Dr. Reinhold Kolck

Christian Gsodam, AdR, und Jens Gabbe, Vorsitzender des Beirats, konnten neben fünf langjährigen Mitgliedern des Beirates diesmal auch Dirk Ahner, früherer Generaldirektor GD Regio sowie Gerhard Stahl, ehemaliger Generalsekretär des AdR, begrüßen. An der Sitzung nahm auch der Präsident der AGEG, Karl-Heinz Lambertz, für einige Stunden teil.

Sechs Stunden wurde intensiv diskutiert und Empfehlungen für die AGEG erarbeitet. Eine kleine Gruppe von Abgeordneten aus Grenzgebieten soll im AdR ständig prüfen, wo das Thema grenzübergreifende Kooperation berücksichtigt werden soll. Ebenso soll die Ernennung eines “Grenzbeauftragten” im Europäischen Parlament, den es bereits eine zeitlang gegeben hatte, wieder angemahnt werden.

Im Mittelpunkt stand jedoch die Zukunft der Kohäsionspolitik verbunden mit dem Thema “Territoriale Kohäsion” und die Rolle der Grenzregionen bzw. der grenzübergreifenden Zusammenarbeit nach 2020. Der Beirat verabschiedete dazu einen Entwurf für eine Stellungnahme der AGEG und empfahl ihr dringend,  bereits jetzt bei der EU Kommission, dem EU-Parlament und dem AdR aktiv zu werden, weil die Weichenstellung für die Zukunft bereits beginnt. So hat der AdR, wie Alfonso Alcolea Martínez berichtete, hierzu eine Studie in Auftrag gegeben, an der die AGEG aktiv mitwirken soll.

Besorgt zeigten sich die Teilnehmer über spürbare Tendenzen einer wachsenden Zentralisierung in den EU-Programmen, obwohl gerade in der grenzübergreifenden Kooperation nachgewiesen ist, dass die regionale/lokale Ebene hier die besten Resultate liefert. Allerdings wurde betont, dass in einigen neuen Mitgliedstaaten, die sehr viele EU-Mittel erhalten, oft die Kapazitäten auf dieser Ebene dringend gestärkt werden müssten, damit sie Verantwortung in den EU-Programmen übernehmen können. Der Beirat verabschiedete dazu einen Vorschlag für ein Scouting- und Trainingskonzept, das mit der EU-Kommission und dem Parlament besprochen werden soll.

Weiterhin wurde Projektvorschläge zum ESPON-Programm, zum grenzübergreifenden Arbeitsmarkt und zu Innovation und Forschung sowie ein Antrag der zukünftigen luxemburgischen Ratspräsidentschaft zur Weiterentwicklung des EVTZ befürwortet.

Zur Weiterentwicklung der AGEG und der Werbung neuer Mitglieder empfiehlt der Beirat der AGEG die Gründung einer unselbständige Stiftung unter dem Label “European Cross Border Academy (ECBA)”. Unter deren Dach könnten alle Dienstleistungen der AGEG sowohl nach innen (für die Mitglieder) wie auch nach außen (Politik, EU u. a.) zusammengefasst werden. Beispiele sind der Cross Border Award ‘Sail of Papenburg’, wissenschaftliche Studien, der geplante neue Preis im Rahmen des ‘Jungen Forums’, ein Qualitätsmanagement in Form eines Scout- oder Peer-Systems usw. Vorteile werden gesehen im Lobbying, in der Finanzakquisition/Einwerbung von Drittmitteln, im Marketing und nicht zuletzt in der zielgerichteten Strukturierung und Handlungsverdichtung aller Dienstleistungen der AGEG.

Gemeinsam mit dem AdR wird die AGEG 2015 eine Veranstaltung zum EVTZ organisieren. Die AGEG-Mitgliederversammlung und Jahreskonferenz im November 2015 in Brüssel soll unter dem Motto stehen „Die Zukunft der grenzüberschreitenden Kooperation in Europa“. Dieses Thema soll generell behandelt werden und nicht nur unter dem Gesichtspunkt von EU-Programmen. Die AGEG wird sich bemühen, diese Veranstaltung als gemeinsame Konferenz mit EU-Kommission, AdR und Europarat zu organisieren. 

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